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Ich freue mich, dass Sie meine Internet-Präsenz besuchen. Hier können Sie auf der Seite "Download" das aktuelle LiTeX-Formelprogramm  zur Darstellung mathematisch-naturwissenschaftlicher Formeln in der Version 5.2 für MS-Word™ sowie den von Herrn Dr. Meinhard Sponheimer entwickelten PC-Taschenrechner 'Termevaluator 4.3' -neueste Version- (siehe Registerkarte 'Termevaluator') kostenfrei herunterladen. Die Dokumentvorlage 'LiTeX' eignet sich wegen zahlreicher leistungsfähiger Techniken wie z.B. die komfortable Navigationseinrichtung sowie die Rechtschreibfehler-Hervorhebung (s.u.) auch zum Schreiben ganz normaler Texte in allen Fächern für blinde, sehbehinderte und normal sehende Anwender. Auf der Seite "Neues in LiTeX" können die aktuellen Neuerungen nachgelesen werden.

Bei verstärktem Interesse an chemischen Experimenten ist ein Besuch des Chemikums in Marburg, Bahnhofstraße 7 für Kinder und Erwachsene sehr zu empfehlen. Unter www.Chemikum-Marburg.de sind nähere Informationen zu bekommen.


Neben den bekannten Vergrößerungs- und Sprachausgabeprogrammen für Blinde und Sehbehinderte hat sich die Dokumentvorlage 'LiTeX' inzwischen zum leistungsfähigsten und umfangreichsten Schreibhilfsmittel im gesamten deutschsprachigen Raum entwickelt. Im Herbst des Jahres 2001 begannen die intensiven Entwicklungs- und Programmierarbeiten, so dass jetzt eine mehr  als 10-jährige Erfahrung mit diesem einzigartigen System vorliegt. 

Vorbei sind nun die Zeiten, wo man am Schriftbild eines mathematisch-naturwissenschaftlichen Textes gleich die bisherigen Behelfslösungen blinder Schüler erkennen konnte. Sehbehinderte Anwender erhalten ihre Formelausdrücke nun endlich in der gewohnten flächigen Darstellung. Dies ist für den Unterrichtseinsatz eine große Herausforderung an die Software, da sehende Schüler ihre mathematischen, physikalischen und chemischen Formeln aus didaktischen und wahrnehmungspsychologischen Gründen am PC direkt betrachten müssen. Vorbei sind damit auch die mühevollen Versuche einiger Pädagogen, die vorwiegend mausbedienbaren Formeleditoren für Sehbehinderte gangbar zu machen. Für den angesprochenen Bereich sind diese z.T. sehr leistungsfähigen Zusatzprogramme im Unterricht völlig unbrauchbar.

Es darf kein Unterschied zwischen der normal gewohnten flächigen Schreibweise in Arbeitsblättern und Heften sowie auf der Tafel  und der Schreibweise am PC bestehen. Bei starker Vergrößerung und
Gesichtsfeldeinschränkung ist die nun leicht mögliche flächige Formeldarstellung einer einzeilig dargestellten Schreibweise, wie sie
hier und da noch bei Sehbehinderten mit unvollständigen 'LaTeX-Codes' praktiziert wird, weit überlegen. LiTeX soll hier dem drohenden 'Formel-Analphabetismus' bei der Arbeit am PC Abhilfe verschaffen.




Foto eines Laptop-Bildschirms:

 
1. Flächige Darstellung eines Bruches in LiTeX
2.  lineare  Darstellung in LiTeX
3.  lineare Darstellung in LaTeX
des 'mathematischen Kerns'. (Vergrößerung 4x mit Zoomtext™)

Obige Formel bei 12-facher Vergrößerung: Das Formelprogramm 'LiTeX' stellt dabei die erste Wahl für hochgradig Sehbehinderte dar!

Die Arbeit mit diesem Programm ist besonders auch für die Beschulung sehgeschädigter Schülerinnen und Schüler an Regelschulen sehr zu empfehlen, da alle Schüler einer Klasse ihre Formeldateien untereinander lesen können, d.h. Sehende können ihre Dateien an Blinde weiterreichen. Die Formelerstellung blinder Schüler kann von allen Sehenden sofort in der gewohnten flächigen Darstellung gelesen werden!




Vollständige Darstellung der Feldfunktion für den Bruch 3/4 auf der Braille-Zeile.




Mit etwas Übung ist auch die Darstellung einer etwas größeren Formel problemlos möglich.




In wenigen Augenblicken gelingt auch die Erstellung einer chemischen Formel mit Lewis-Symbolen und Partialladungen!


Wegen zahlreicher spezieller Möglichkeiten (u.a. neue DAISY-ähnliche Seiten- und Textmarken-Navigation in großen Texten), die Sehbehinderten und Blinden die Arbeit beim Schreiben normaler Texte erleichtern können, eignet sich die Dokumentvorlage 'LiTeX' für alle Fächer. Zur Einarbeitung stehen über 220 Seiten gut erklärter Hilfetexte bereit. Das Programm ist auch für normal sehende Anwender eine willkommene Hilfe!

Neue Navigationstechniken in der Textverarbeitung: als PDF-Datei

Neue Navigationstechniken in der Textverarbeitung: als DOC-Datei

Die Dokumentvorlage LiTeX genügt den Ansprüchen wissenschaftlicher Texte. Ein Beispiel gibt die im OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG erschienene mathematische Monografie
"Hans-Heinrich Körle:
Die phantastische Geschichte der Analysis".
Im Manuskript wurden Zeichen und Formelsätze mit LiTeX erstellt. (Siehe Vorwort S. XI). Eine Schnellübersicht erhält man in der 'Einladung'.

Über Anregungen zum Programm freue ich mich sehr!



Einsatz moderner Computer- und Videotechnik
(Bild in Bild-Darstellung) im Chemieunterricht
der Carl-Strehl-Schule

Das Bild zeigt die Beobachtung der Herstellung
von HCl-Gas und dessen anschliessende Reaktion
mit destilliertem Wasser in einer Apparatur des
'Minilabors' der
Fa. Zinsser-Analytic, Frankfurt

(Foto: Conny Peil, CSS)

Ab der Version LiTeX 4.5 gibt es nun ein komfortables Navigationssystem, das für alle Anwender, die sich in großen Dokumenten bewegen, eine willkommene Technik darstellen wird. Alle von der Rechtschreibhilfe erzeugten farbigen Markierungen, alle selbst gesetzten farbigen Markierungen sowie alle Lesezeichen (Textmarken), die sehr schnell über Shortcuts gesetzt werden können, sind schnell und einfach zu erreichen. Näheres auf der Registerkarte 'Neues in LiTeX'



Beispiel für eine Rechtschreibfehler-Hervorhebung

Die mit vorwählbaren Farben erstellten Markierungen
enthalten gleichzeitig je eine Sprungmarke, um von
Marke zu Marke zwecks Korrektur navigieren
zu können.
Diese Technik stellt eine äußerst wertvolle Hilfe für Seh-
behinderte dar.

Bildschirmvideo zur Hervorhebung von Rechtschreibfehlern:

.avi-Datei   .wmv-Datei




Arbeiten an der LiTeX-Dokumentvorlage für MS-Word™
verlangen vertieften Einsatz der VBA-Programmierung
unter ständiger Beobachtung der Ergebnisse im Unterricht.

Vom Programm aus kann der 'Termevaluator', ein neuer, sehr leistungsfähiger PC-Taschenrechner für Blinde, Sehbehinderte und normal sehende Anwender, aufgerufen werden. Auf der Registerkarte 'Der Termevaluator' sowie unten auf dieser Seite (mit Bildschirmfilm) sind weitere Informationen enthalten. Die Programmierung des 'Termevaluators' erfolgt durch Herrn Dr. Meinhard Sponheimer, Marburg.

Umfassende Informationen zu LiTeX sind auf der Registerkarte 'Publikationen' [Nr. 33, 37 und 38] und in der Staatsexamensarbeit von Herrn Holger Ruhrmann erhältlich! Diese sehr umfangreiche  Arbeit (340 Seiten) mit dem Titel "Chemie für Sehbehinderte und Blinde am Beispiel der Einführung der Organischen Chemie" steht wegen ihrer enormen Bedeutung für den naturwissenschaftlichen Unterricht mit Blinden und Sehbehinderten  hier direkt als doppelseitige PDF-Datei zur Verfügung. Herrn Ruhrmanns ausgezeichnete Arbeit entstand im Jahr 2006.
(Themenstellung: Dr. Philipp Reiß, Abteilung Lehramt des Fachbereichs Chemie der Philipps-Universität Marburg) nach intensiver Hospitation im Chemieunterricht des Autors dieser Seite.

Die Dokumentvorlage 'LiTeX' wurde eigens für die Belange blinder und sehbehinderter Schülerinnen und Schüler zum Schreiben mathematisch- naturwissenschaftlicher Formeln und Gleichungen in MS-Word geschrieben, wobei die Bandbreite von den Anfangsklassen bis zum Abitur und darüber hinaus reicht. Es können aber durchaus auch anspruchsvolle wissenschaftliche Arbeiten mit diesem Programm geschrieben werden, wenn man von komplexen chemischen Strukturformeln absieht, für die es eigene Spezialprogramme gibt. Mit LiTeX ist es Blinden und Sehbehinderten neben den mathematischen Funktionen erstmals möglich geworden, die gesamte Palette der im Schulunterricht vorkommenden chemischen und physikalischen Formeln darzustellen.


Neben der fachlich einwandfreien Protokollierung von Unterrichtsinhalten war es ein großes Anliegen des Autors, möglichst viele Experimente des naturwissenschaftlichen Unterrichts auch für blinde und sehbehinderte Schüler an der Carl-Strehl-Schule zur Verfügung zu stellen. Im 1981 gegründeten Elektroniklabor wurden zusammen mit meinen hochgeschätzten Kollegen, den Elektronikspezialisten Herrn Rolf Faßbender und Herrn Georg Bender, einzigartige Geräte erdacht und hergestellt, um einen wirklichkeitsnahen Experimentalunterricht zu ermöglichen. Die Schwerpunkte der Arbeit lagen zunächst im Bereich der Gaschromatografie sowie bei speziellen Dosiertechniken (Titrationen aller Art), wobei Großanzeigen und Sprachausgaben sowie Geräte zur Lichterkennung (Optophon) zur Anwendung kamen.

1. Gaschromatografie
 


Darlington-Verstärker zur Messung der Leitfähigkeit in Flammen


Bevor Licht- und Wärmeleitfähigkeitsdetektoren bei gaschromatografischen Untersuchungen zum Einsatz kamen, wurden erste Experimente bereits im Sommer 1981 mit einem Selbstbau-Darlington-Verstärker ausgeführt.
Allerdings war dieser Verstärkertyp sehr störanfällig. Er wurde daher nach kurzer Zeit ersetzt.


Erster selbst gebauter Gaschromatograf (1981) mit einer Säulenfüllung aus Chromosorb C und einer Beschichtung mit Di-N-Decylphthalat zur Trennung von Alkanen (Lichtdetektion) mit Wasserstoff als Trägergas.


Nahaufnahme des Lichtdetektors (akustische Ausgabe mit der Optophon-Sonde)

Ein auf dem Baustein NE 555 basierender Verstärker wurde zunächst als Prototyp für universelle Leitfähigkeitsmessungen (vom destillierten Wasser bis hin zu stark leitfähigen Lösungen) und zusammen mit einer LDR-Sonde als Lichterkennungsgerät für Blinde eingesetzt. Nach einer längeren Testphase entwickelten dann R. Faßbender und W. Liese einen Prototypen mit umfangreichen Möglichkeiten. Dieses Gerät wurde dann 'OPTOPHON' genannt und etwas später in einer 'Nullserie' mit 15 Geräten von der Elektronikwerkstatt der Deutschen Blindenstudienanstalt professionell hergestellt.


   Lichtsonde (Eigenbau)



Optophon (1. Generation mit 15 Geräten)
Herstellung: Elektronikwerkstatt der Deutschen
Blindenstudeienanstalt e.V. (ca. 1983)


Flammenfärbung der leicht bläulichen Wasserstoffflamme
z.B. durch Methan (gelb)



Semiprofessioneller Gaschromatograf der Fa. Technowa
Rechts: elektronischer Schreiber, dahinter die Heliumdruckflasche

Ab 1982/83 stand der Carl-Strehl-Schule dann ein leistungsfähiger Gaschromatograf (Fa. Technowa, Neuss) mit Wärmeleitfähigkeitsdetektor für anspruchsvolle Unterrichtsexperimente zur Verfügung. Als Trägergas wurde ausschließlich Helium verwendet. Als Ausgabegerät diente anfangs ein elektronischer Schreiber, der von unserem Labor mit einem Soundgenerator ausgestattet wurde, um blinden Schülern gleich während des Experiments den Kurvenverlauf als Tonmelodie zu demonstrieren. Der auf dem Schreiberpapier gezeichnete Kurvenverlauf konnte dann im Anschluss auf einem OTAC-Gerät (optisch taktiler Kopierer) tastbar gemacht werden. Unter Hitze wurde Quarzsand auf die Schwärzung des Papiers aufgetragen. Für sehbehinderte Schüler konnte die Kurve zunächst auf dem Bildschirm eines Speicheroszilloskops (Memoskop der Fa. Technowa mit angeschlossenem Normaloszilloskop) und etwas später dann auf einem Bildschirm eines Apple II-Computers sichtbar gemacht werden. Hierzu wurde zu Anfang eine Messwerterfassungssoftware der Fa. MAPHY, Fröndenberg, verwendet.
Insgesamt stellt die Gaschromatografie im Bereich der organischen Chemie in Grund- und Leistungskursen wohl das wichtigste Verfahren im Unterricht mit Blinden und Sehbehinderten dar, da viele Phänomene nicht sichtbar sind und daher mit einem leistungsfähigen Meßverfahren akustisch, optisch und taktil übertragen werden müssen.


Beispiel-Gaschromatogramm aus einem Leistungskurs Chemie
(Darstellung des Bildschirminhalts auf einem
Apple-II™-Monitor)

2. Titrationen



Adaptierungsarbeiten an einer Digitalbürette mit Sprach-
ausgabe und Großanzeige




Teilweise schwierige Reparaturen oder Erweiterungen
an einzigartigen Modul-Prototypen wie hier an der
Titrationssteuerung für Digitalbüretten mit Großanzeige
und Sprachausgabe




Adaptierte Bürette im praktischen Einsatz 

Zusätzlich sind natürlich spezielle elektronische Hilfsmittel erforderlich, um die anfallenden experimentellen Aufgaben bei Blinden und Sehbehinderten zu ermöglichen.
Die Arbeiten sind in zahlreichen Publikationen des Autors sowie in einem Vortrag des ehemaligen Direktors der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. in Marburg, Herrn Jürgen Hertlein, dargestellt. Dieser Vortrag wurde auf dem von Tecnopolis CSATA Novus Ortus und demItalienischen Blindenverband veranstalteten Kongreß vom 29.11. bis1.12.1990 in Bari gehalten. In einem  Aufsatz von J. Hertlein aus dem Jahre 1999 werden einige bedeutende Hilfsmittel für den naturwissenschaftlichen Unterricht, die im Elektroniklabor der Carl-Strehl-Schule entwickelt wurden, näher vorgestellt.

Eine 12-minütige Filmproduktion von Heinz Hofmann & Zoltan Szerencsi aus dem Jahr 2007 zeigt die vielfältigen Angebote der Deutschen Blindenstudienanstalt. Konzept und Text von Wilfried Laufenberg, Jürgen Nagel und Rudi Ullrich:

>>...unter Einsatz aller Sinne<<

Der blista-Film:

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Vorbereitung: Versuch zur Verbrennung eines Diamanten

Die LiTeX-Programmierung begann im Jahr 2001, da die bis zum damaligen Zeitpunkt für Blinde und Sehbehinderte vorhandenen Systeme zum Schreiben mathematisch-naturwissenschaftlicher Formeln am PC nicht zufriedenstellend waren. Ganz besonders zeichnete sich dieses Problem im Chemieunterricht ab. Im Winter 2002/2003 wurde dann zu dieser Thematik ein Vortrag zusammengestellt, dessen Folien hier zum Download bereit stehen:

MS-Powerpoint™ direkt:
LiTeX-Formel-Vortrag:

Als PDF-Datei: LiTeX-Formel-Vortrag

Auf insgesamt 64 MS-Powerpoint-Seiten sind zahlreiche Formelbeispiele, Literaturzitate, Gegenüberstellungen mit anderen Systemen wie z.B. LaTeX, Formeleditoren und Spezialprogrammen anschaulich dargestellt.

Mit weit über 400 Makrofunktionen, über 100 Shortcuts, mehr als 20 einfach bedienbaren Eingabeformularen für schwierige Funktionen, einer großen Zahl von neu erstelltenSonderzeichen und umfangreichen Hilfetexten bietet das Programm bei entsprechender Übung eine sehr hohe Eingabegeschwindigkeit beimMitschreiben in Unterricht und Vorlesung. Vier umfangreiche Kataloge lassen die Eingabe von Formeln nahezu in Echtzeit zu.




   Die Reaktion von Natrium mit Wasser in der Lewis-Darstellung

Eine einzigartige Wandlertechnologie macht es mit LiTeX möglich, dass Formeln und Gleichungen, die von Sehenden in der normalen, flächigen Darstellung geschrieben werden, mit einem einzigen Befehl in die einzeilige, von Sprachausgaben oder Braillezeilen lesbare Schreibweise für blinde Anwender gewandelt werden können. Diese spezielle Darstellung kann mit einem weiteren Wandlerbefehl in die normale Schreibweise sehender Anwender zurückgewandelt werden. Somit wurde erstmals ein barrierefreier Austausch von Formeldateien in beiden Richtungen möglich.
Im Programm findet sich eine Möglichkeit, alle Formeldarstellungen so zu wandeln, dass sie mit den bekannten Punktschriftwandlerprogrammen ohne Probleme in eine sehr gut lesbare Brailledarstellung übersetzt werden können.
An der oben dargestellten Reaktionsgleichung von Natrium mit Wasser soll dies in einem Bildschirmvideo gezeigt werden:

.avi-Datei-Natrium mit Wasser      1:13 Minuten       .wmv-Datei-Natrium mit Wasser

Ein besonderer Schwerpunkt liegt z.B. im Fach Chemie  in der einfachen Erstellung normaler Summenformeln, Lewis-Formeln, Oxidationszahlen, Partialladungen sowie Strukturformeln und zahlreichen neu erstellten Sonderzeichen.



Zahlreiche Spezialsymbole können für Sehende entweder per Maus oder aus dem Katalog heraus direkt geladen werden. Für Blinde stehen diese Zeichen als mit den Hilfsmitteln lesbare Wort-Synonyme bereit, die auf Wunsch sofort in die obigen Schriftzeichen gewandelt werden können.

Darüber hinaus ermöglicht das Programm schnell und komfortabel, Pfeile aller Art in professioneller Qualität zu beschriften. Besonders interessant ist das neu entwickelte, interaktive Periodensystem der chemischen Elemente. Blinde und sehbehinderteAnwender können hier problemlos die Stellung von Elementen, ihre Namen, die Symbole, die Ordnungszahl und Massenzahl, Dichte und Elektronegativität in Erfahrung bringen. Mit keinem anderen, dem Autor bekannten Programm, sind diese Möglichkeiten für sehgeschädigte Schüler im Fach Chemie gegeben. Erstmals ist hier eine echte Navigation im Periodensystem möglich geworden. Siehe hierzu auch unter Neues in LiTeX (Februar 2010).




Bildschirmausschnitt mit physikalisch-chemischer Formel zur Molmassenbestimmung von Gasen

Bildschirmvideo zur Erstellung der obigen Formel:

 (.avi-Datei ca. 2 Min. Dauer)

 (.wmv-Datei ca. 2 Min Dauer)



 Bildschirmausschnitt: Die bekannte 'pq-Formel'

Erstellung der Formel mit LiTeX-Techniken durch einen erfahrenen Anwender: (Bildschirmvideo)

.avi-Datei-pq-Formel               0:38 Minuten            .wmv-Datei-pq-Formel

Erstellung der Formel mit LiTeX-Techniken durch einen noch nicht so erfahrenen LiTeX-Anwender: (Bildschirmvideo)

.avi_Datei-pq-Formel                  1:53 Minuten               .wmv-Datei-pq-Formel




Hervorragende Lesbarkeit der einzeiligen pq-Formel in der LiTeX-Codierung für Anwender, die mit Braille-Zeile und Sprachausgabe arbeiten. Unterstützung durch umfangreiche Erweiterung der Sprachbibliothek in Jaws™. Durch den Schnellwandler erhält man mit ALT W die obige Formel (siehe vorheriges Bild!).



Besonders einfach gestaltet sich die Eingabe für Sehende. Die LiTeX-Codierung wird einfach durch Eingabe von SHIFT F9 in die flächige pq-Formel umgeschaltet.

Hier und da wird im Mathematik-Unterricht eine unvollständige LaTeX-Codierung ('mathematischer Kern') eingesetzt. Dafür bietet das Formelprogramm 'LiTeX' einen leistungsfähigen und sehr schnell arbeitenden LaTeX-Katalog, der mehr als 100 'LaTeX-Codierungen' bereitstellt. Diese können auf Knopfdruck in die normalen flächigen Formeln übertragen werden. LiTeX ist für diesen Anwenderkreis 1. Wahl, da es den an anderen Stellen angebotenen Lösungen, die mit wenigen Shortcuts und vorwiegend auf umständliches Suchen in Menüs aufwarten, in Geschwindigkeit und Komfort weit überlegen ist.


  


Die pq-Formel im 'abgespeckten' LaTeX-Code




Zum Vergleich: 'abgespeckte' LiTeX-Codierung der pq-Formel.


Erstellung der Formel mit dem LaTeX-Editor durch einen noch nicht so erfahrenen LiTeX-Anwender: (Bildschirmvideo)

.avi-Datei-pq-Formel_LaTeX     1:34 Minuten    .wmv-Datei-pq-Formel-LaTeX       

Hinweis: Die Arbeit mit dem LaTeX-Wandler kann nur sicher im Mathematik-Unterricht der Sekundarstufe I eingesetzt werden, der Editor selbst hat auch höhere Funktionen für die Sekundarstufe II.




Im LaTeX-Viewer 'YAP' kann durch eine erweiterte Codierung
obige flächige pq-Formel gezeigt werden.



LaTeX-Eingabe mit erweiterter 'Formelumgebung' zur Darstellung der flächigen pq-Formel im 'YAP-Viewer'.




Die flächige, mit LiTeX erzeugte pq-Formel, besitzt ebenfalls eine sehr gute Qualität.

Auch normal sehende Anwender können ihre Formeln und Gleichungen mit diesem Programm schnell innerhalb ihrer Texte erzeugen. LiTeX bietet ganz einfache, schnell erlernbare Möglichkeiten, Formeln und Gleichungen aller Art in den normalen Text einzubauen. Die Programmierung erfolgte ausschließlich mit Word™-eigenen Funktionen auf der Basis von VBA (Microsoft™- Visual Basic for Applications).




   Formelbeispiel aus dem Fach Chemie

Der in LiTeX integrierte PC-Taschenrechner 'Termevaluator' (Programmierung der Bedieneroberfläche: Dr. Meinhard Sponheimer, Carl-Strehl-Schule, Marburg) besitzt eine graphische Ausgabe (Funktionsplot) für ein oder zwei mathematische Funktionen!! Hierdurch wurde eine erste Möglichkeit geschaffen, Blinden und Sehbehinderten einen einfachen Zugang zu einem graphischen Taschenrechner zu geben. Außerdem ist es ab November 2010 möglich geworden, dieWertepaare einer in LiTeX erstellten Wertetabelle mit dem Termevaluator grafisch darstellen zu können. 

 

Bildschirmvideo: Der Termevaluator im Einsatz bei der Berechnung der absoluten Atommasse des Natriums (u.a. Katalogmaske, Periodensystem):

.avi-Datei (ca. 5 Min. Spieldauer)

.wmv-Datei (ca. 5 Min. Spieldauer)

Für den Lehrer stellt die Arbeit mit LiTeX ebenfalls eine willkommene Bereicherung dar, da z.B. das Erstellen von Klausurtexten und Unterrichtsvorlagen, in denen naturwissenschaftliche Formeln vorkommen, deutlich erleichtert wird. Durch einen einzigen Befehl können Blinde die flächigen Formeln Sehender sofort in eine einzeilige, mit den Hilfsmitteln lesbare Darstellung umwandeln. Wie oben erwähnt, ist es sogar möglich, einfache mathematische (englisch-sprachige) LaTeX-Codierungen in die einfach lesbare, deutschsprachige LiTeX-Symbolik zu übertragen. LiTeX eignet sich besonders gut bei integrierter Beschulung, da die ausgedruckten Formeltexte das normal gewohnte Formelbild liefern.




Das Klausurformular:  .avi-Bildschirmfilm   ca. 90 Sek.    .wmv-Bildschirmfilm

Zum Schreiben von Klausuren steht ein leicht zu bedienendes Klausurformular mit komfortabler Eingabemaske zur Verfügung, das optimale Sicherheit beim Schreiben der Texte gewährleistet. Nach Abschicken des ausgefüllten Formulars stehen alle Voreinstellungen (Kopfzeile mit Seitenangaben, Datum, linker und rechter Seitenrand, 1 1/2-zeiliger Abstand, Fußzeilennummerierung der Seitenzahl mit Angabe aller Seiten) sofort zur Verfügung, wodurch wertvolle Arbeitszeit für den Schüler gewonnen wird. Eine automatische Speichervorrichtung (Makro, das den echten, sonst manuell ausgeführten, Speichervorgang übernimmt) sorgt mit höchster Sicherheit dafür, dass bei Programmabstürzen und Stromausfällen eventuelle Datenverluste auf ein zeitliches Minimum von 1 Minute reduziert werden können. Zusätzlich wird die Datei jeweils nach 15 Minuten unter einem jeweils neuen Namen (Datum_Zeit_Dateiname) im automatisch angelegten Ordner 'Sicherungen' im Verzeichnis 'Eigene Dateien' gespeichert!! Falls die Datei neu geladen werden muss, erkennt das Programm den vorherigen Sicherungsmechanismus und startet ihn automatisch. Der zugehörige Hilfetext zeigt zahlreiche Möglichkeiten einer sinnvollen Datensicherung auch für das Schreiben wissenschaftlicher Texte auf!



   Der Autor im Chemieraum der Carl-Strehl-Schule

  Foto: Conny Peil


 
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